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Vom 4. Mai bis 9. Juni können in "Alten Lokschuppen" in Falkenstein unter dem Titel "freche frauen - frische früchtchen" Bilder von "POWdER" genossen werden. Frech. Aufdringlich. Dreist. Offen - und unheimlich interessant, so wie der Mensch, der hinter "POWdER" steht.
Franz Spring aus Mönchsdorf bei Pfarrkirchen. Er ist 35 Jahre alt, übt einen bürgerlichen Beruf aus, betätigt sich künstlerisch viel im Münchener Raum und ist Autodidakt, was er nicht als Abwertung verstanden wissen will. Im Gegenteil: Er fühlt sich freier. Er stellt sich bewußt gegen den überkandidelten Kunstbetrieb in einer witzigen Weise. Jeder soll beim Betrachten lachen können. "POWdER" ist vielseitig, bemüht sich in spektakulären Aktionen, freut sich über die Reaktionen seiner Besucher.

Obwohl er ungern in eine stilistische Schublade gesteckt werden will, sind seine Bilder trotz ihrer poppigen, fröhlich-bunten Art durchaus im Rahmen des Gegenst=E4ndlichen anzusiedeln. Thematisch will er den Menschen in Ihrem Umgang mit Kunst wie Till Eulenspiegel einen Spiegel vorhalten. Dabei ist der Titel der Bilder sehr wichtig für das Verständnis.

"POWdER malt mit Ölsticks, einem schnellen Malstift mit hohem Ölanteil, der ein spontanes, zügiges Arbeiten ermöglicht. Farbenfroh, kraftvoll, flächig, mit dekorativen Elementen und kühnen Perspektiven variiert er das Alltagsleben, wie der Künstler es formuliert, als "fröhliche Facetten aus dem Leben des Menschleins". Es sind ansprechende Bilder, mit denen jeder etwas anfangen kann, ob er sie nun als Kritik der aufgemotzten Kunstwelt empfindet, oder als unbeschwerte Bilder aus dem Alltag.

Die Vernissage findet am Samstag, 4. Mai 19 Uhr im "Alten Lokschuppen" statt.
Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage 13 bis 18 Uhr, donnerstags 17 bis 20 Uhr.

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